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Echos des
Falaise
Verte
Juni 2003
Ein neues
Dach
Während wir auf die Realisation eines neuen Gebäudes warten, das
ausschliesslich der Praxis des Zen dienen wird,
haben wir ein kleines Gartenhäuschen aufgestellt, das uns, während der
Zeit bis der neue Zendo fertiggestellt ist, oder grosse Seminare im
Falaise Verte stattfinden, als Meditationsraum dienen wird. So haben die
Bewohner des Zentrums einen Ort, um Zazen zu praktizieren. In
unentgeldlichem Arbeitseinsatz haben verschiedene Gruppen den kleinen
Zendo aufgebaut, und es mit Imprägnierungsmittel und mit "viel
Liebe" bemalt.
Mönchseinweihung
Christophe Pozet, seit einem Jahr im Zentrum wohnhaft, hat um seine
Einweihung zum Mönch gebeten und seinem Wunsch Ausdruck gegeben, im
Oktober nach Kobe zu reisen, um im Kloster Shôfuku-ji als Mönch zu leben
und zu arbeiten.
Die Einweihung hatte während des Sesshins der meditativen Wanderung
stattgefunden. Die Feier war ganz von Einfachheit und Demut geprägt.
Meister Jyoji ist der Zeremonie seiner eigenen Einweihung gefolgt, die
sein Meister, Mumon Rôshi, 1984 zelebrierte. Meister und Schüler sassen
sich gegenüber. Die Bewohner des Zentrums und die Teilnehmer des Sesshins
sowie die Eltern von Christophe waren ebenfalls anwesend.
Die Zeremonie verlangt das Gewand des Koromo. Die
Schädelrasur, ist ein wichtiger Bestandteil der Zeremonie, während der der
Meister, als symbolischer Akt, ein letztes Haarbüschel vom Kopf des
Postulanten rasiert. Dann werden die Sutras des grossen Gelübdes
rezitiert, der Rakusu wird angezogen und das Gesetz des Bodhisattva
gelesen:
Der Meister fordert den Schüler auf: Wiederholen Sie nach jedem Satz:
"Ich engagiere mich".
1) Das, was lebt, nicht töten
2) Keinen Besitz zu haben
3) Die Beziehung zwischen Mann und Frau muss offen,
rein und klar sein.
4) Die
richtigen Worte und der richtige Geist gründen das Fundament, die zur
Realisierung des Weges führen
5) Seine wahre Natur nicht
verleugnen
Die Zeremonie schliesst mit den
folgenden Worten: "Ein neuer Bodhisattva ist
geboren! Sein Name ist Taishin (TAI: weit, gross, - SHIN: Geist, Herz)
Heute ist ein grosser Tag!"
Nach japanischer Tradition pflanzt man zu diesem Anlass einen Baum. Wir
haben uns nach der Zeremonie alle im Garten eingefunden. Das Loch war
bereits gegraben, die Erde war bereit und der junge Baum, eine Birke, die
mit der Zeit ihre ganze Schönheit und Kraft auf das Hauptgebäude des
Zentrums ausstrahlen lassen wird, stand bereit, an diesem Vorfrühlingstag.
Bewohner und
Kurzaufenthalter
Seit der Vorschlag für Dauerbewohner gemacht wurde, sind 4 Bewohner
ansässig und immer wieder Kurzaufenthalter anwesend, die ein Wochenende,
eine Woche oder auch länger im Zentrum wohnen. Einige von ihnen werden im
kommenden Vierteljahr oder im nächsten Jahr einen Aufenthalt machen. Zu
bemerken ist, dass das Dienstag Abend-Zazen, das sich an die Menschen der
Region richtet, und die an diesem Abend mit den Bewohnern Zazen
praktizieren können, eine erfreuliche Überraschung bereitet hat: Einige
von ihnen haben den Wunsch geäussert, mit der Praxis anlässlich eines der
kommenden Sesshins weiterzufahren, und diese zu vertiefen. |