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Taïkan Jyoji

Mumon Rôshi

Yamada Mumon Rôshi
(1900-1988)

 

 

 

 

 

Mumon Rôshi wurde 1900 in einem kleinen Dorf in den Bergen Japans geboren. Als sensibles Kind und frühreifes literarisches Talent, zählte er darauf, Mann des Gesetzes zu werden, so der Hoffnung seiner Eltern nachzukommen und seinen Durst nach Gerechtigkeit zu stillen.
Nachdem er sich aber tiefgehend mit den Fragen nach dem Sinn des Lebens auseinandergesetzt hatte, brach er sein Studium ab. Zu dieser Zeit kam Ekai Kawaguchi Rôshi, als erster Zen-Meister nach Tibet und gab eine Konferenz zum Thema des Bodhisattva, welches Mumon Rôshi stark beeindruckte.
Er entschied sich, der Praxis des Zen unter der strengen Leitung von Ekai Kawaguchi Rôshi zu widmen. Aber seine zerbrechliche Konstitution ertrug die karge Ernährung und die Strenge der Disziplin schlecht. Ausserdem bekam er Tuberkulose. Von den damaligen Ärzten als unheilbar erklärt, lebte er, während zweier Jahre, zurückgezogen, auf seinen Tod wartend. Eines Morgens aber fühlte er sich kräftig genug, um das Fenster seines Zimmers zu öffnen und die frische Brise reinzulassen. Er wurde plötzlich der Gegenwart einer grossen Energie gewahr, die alles durchströmte und die ihn offensichtlich nie allein gelassen hatte.
Er übersetzte diese Erfahrung in ein berührendes Gedicht:


Alle Dinge sind
Vom universellen Geist umarmt.
Dies erzählte der frische Wind
Heute morgen


Diese Erfahrung bestimmte den Beginn seiner Heilung. Kurze Zeit später traf er einen Priester, der ihm innerhalb von 3 Monaten, durch den Gebrauch von Mispel-Blättern zur Genesung verhalf. Als er seine Gesundheit wiedererlangt hatte, widmete sich Mumon Roshi bis zum Alter von 50 Jahren erneut dem Zen im Kloster Myôshin-ji und im Tempel Tenryu-ji unter der Leitung von Seisetsu Genjo Rôshi. Danach leitete er das Kloster Shôfuku-ji in Kobe und kümmerte sich ausserdem in der Position des "Supérieur" um die Funktion von über dreitausend Tempeln und Klöstern. Jede Parzelle seiner Energie, die durch seine Heilung befreit war, widmete er unnachgiebig der Unterstützung anderer, den Konferenzen und den Büchern, die er schrieb. Er verbrachte sein Leben in der Verwirklichung seiner Berufung mit der Einfachheit und Intensität eines Heiligen. Es wurde ihm der Beiname Hakuin der modernen Zeit gegeben.
Die letzten Jahre seines Lebens wurden von einer Krankheit überschattet, die ihn gravierend beeinträchtigte. Demzufolge verbreitete er seine Lehre durch seine Caligraphien. Er starb im Alter von achtundachzig Jahren, nachdem er sein "Gedicht vor dem Tod" in "schöner Schrift" gemacht hatte:


Zur Befreiung der Wesen
bleibt jetzt, am Ende der Rechnung, nichts zu sagen.
Keine Worte (jap. Mu-Mon), keine Form.
Es bleibt nichts als das Verlassen all der Dinge,
die Himmel und Erde füllen.
 

 

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